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Die Flora der Eisenwurzen

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Meine naturkundliche Tätigkeit fing vor gut 20 Jahren (um 1980) erst so richtig an. Ein total konträres Hobby zu meinem Beruf. Ich war in der Baubranche tätig und meine Arbeitskollegen hatten mit wenigen Ausnahmen überhaupt kein Verständnis dafür. Anfangs beschäftigte ich mich hauptsächlich mit Orchideen und anderen seltenen Pflanzen meines Heimatbezirkes Scheibbs. Bald dehnte sich die Suche nach seltenen Pflanzen auf ganz Österreich aus, abenteuerliche Gelände- und Bergtouren waren die Folge. Wenn ich eine neue und seltene Pflanze gefunden habe, war und ist das immer ein besonderes Ereignis für mich. Häufige Begleiter bei solchen Touren sind, Wolfgang Schweighofer (Artstetten), Hubert Bruckner (Oberndorf/Melk), Franz Fohringer (Oberndorf/Melk), Franz Tod (Botanischer Garten der Universität Wien). Ein wesentlicher Teil der Eisenwurzen, das Gebiet um die Voralm und des Ybbsflusses zwischen Hollenstein und Amstetten, wurde von mir nur oberflächlich oder gar nicht durchforscht. Auf Hinweise von seltenen Pflanzen in diesem Gebiet wäre ich dankbar. Meine Begeisterung erstreckte sich zusehends auch auf die Ornithologie (Vogelkunde), damit bin ich mit meinen naturkundlichen Hobbys das ganze Jahr über ausgelastet. Dazu kommen noch Studienreisen (mein Interesse gilt auch der Kultur fremder Völker) und naturkundliche Reisen. Der Wissensdrang ist enorm, es gäbe ja so viel zu erforschen. Ein besonders bemerkenswertes Erlebnis bei solch einer Reise hatte ich in Laos. Frühmorgens vor dem Frühstück in der Longe, machte ich noch meinen obligaten naturkundlichen Streifzug in die nähere Umgebung: Ich sehe einen riesigen Baum mit blühenden epiphytischen Orchideen (Coelogine Spezies) hoch oben im Geäst, dazu eine bekannte Vogelstimme aus der Heimat, es war eine Gebirgsstelze. Trotz der interessanten Auslandstouren möchte ich die Blütezeit von Frauenschuh und Kohlröschen in meiner Heimat nicht missen. Es ist ein erhabenes Gefühl wenn man nach einer längeren Wanderung oder einer schweißtreibenden Bergtour vor solchen botanischen Kostbarkeiten steht. Einleitung. Diese Dokumentation soll den Menschen einen besseren Zugang zur Natur ermöglichen und sie aufmerksam auf die Vielfältigkeit der Flora im Gebiet machen. Um das Ganze zu erleichtern, werden, wenn vorhanden, die volkstümlichen Namen mit angeführt. Viele davon fanden früher in der Volksmedizin und in der Ernährung (Gemüse, Gewürze,…) Verwendung. Erstaunenswert ist der Artenreichtum mancher Pflanzenfamilien. Sie kommen weltweit vor, bei uns als unscheinbares Pflänzchen, in wärmeren Gefilden und in den Tropen bis Baumgröße. Mehrere wurden in Kultur genommen und sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Viele wildwachsende Arten sind bei uns sehr selten geworden, dazu gehören beispielsweise unsere heimischen Orchideen, manche sind verschollen oder bereits ausgestorben. Es gibt einige für das Gebiet der Eisenwurzen typische Pflanzen, die hier ihr Hauptverbreitungsgebiet haben und nur wenig darüber hinaus vorkommen (endemisch), wie Purpur- (Neapolitanischer) Krokus, Kerner-Lungenkraut, Anemonen-Windröschen und Österreichische Wolfsmilch. Im Osten vom Mündungsgebiet der Erlauf, entlang der Scheibbser Bezirksgrenze, südwärts vom Hochstadelberg bei Wastl/Wald über Wienerbruck runter zum Erlaufsee und weiter zum südöstlichsten Punkt - den Zeller Hüten. Das Quellgebiet des Lassingbaches. Über Wildalpen, entlang des Salzatales bis Palfau, von hier zum Dreiländereck (Steiermark-Oberösterreich-Niederösterreich) bei der Voralm ergeben den südlichen Abschluss. Im Westen und Norden ist es der Ybbsfluss, bis zu dessen Mündung in die Donau, der die Grenze bildet. Enthalten sind darin der Bezirk Scheibbs, Teile des Bezirkes Lilienfeld (Hintere Tormäuer-Ötschergräben-Erlaufsee), Liezen in der Steiermark (Lassingbach-Salzatal), Waidhofen/Ybbs, Amstetten und Melk. Das behandelte Gebiet gliedert sich von Norden nach Süden in folgende Höhenstufen:

  • Hügelstufe (colline Stufe) ca. 250 bis 400 Meter. Trocken-warme Eichen-, Hainbuchen- u. Buchenwälder, anthropogene Ersatzgesellschaften - vor allem Fichten u. Föhrenforste, Mähwiesen, Weiderasen, Äcker u. Obstgärten.


  • Untere Bergstufe (submontane Stufe) ca. 400 bis 600 Meter. Warme Randlagen der steirisch- niederösterreichischen Kalkalpen mit Eichen-, Hainbuchen-, Buchen- u. Föhrenwäldern.


  • Bergwaldstufe (montane Stufe) ca. 600 bis 1500 Meter, wird noch unterteilt in die untere Bergstufe (untermontane Stufe) ca. 600 bis 1000 Meter u. obere Bergstufe (obermontane Stufe) ca. 1000 bis 1500 Meter. Dominierend sind hier Rotbuchenwälder, ozeanisch getönte montane Tannen-Buchen- bzw. Fichten-Tannenwälder, in der oberen Bergstufe kommt vereinzelt die Lärche dazu. Anthropogene Gesellschaften sind hier Wiesen u. vor allem Weiden u. Fichtenforste.


  • Krummholzstufe (subalpine Stufe) ca. 1500 bis 1800 Meter. Nur mehr vereinzelt geschlossene Fichtenwälder, eher einzelne Bäume wie Lärche u. Fichte, vorherrschend sind Legföhrengebüsche (Latschen) u. Hochstaudenfluren, selten Grünerlengebüsche. Darüber schließen die Zwergstrauchheiden an, vor allem Alpenrosen (Almrausch). Der Mensch hat die Waldgrenze durch Rodung generell herabgedrückt u. die Almwirtschaft mit ihren Wildheuwiesen u. überdüngten Alpenampferfluren geschaffen.


  • Gebirgsstufe (alpine Stufe) ca. ab 1800 Meter, im Gebiet nur die Gipfelbereiche von Ötscher, Dürrenstein u. Hochkar. Gehölzfreie Zone mit alpinen Rasengesellschaften, Schuttfluren u. Schneetälchen.

Im Norden treten die Ausläufer der Böhmischen Masse (Urgestein) bei Wieselburg an die Oberfläche. Das anschließende Flach- und Hügelland gehört der Molassezone (jungtertiäre Ablagerungen) an. Diese endet auf der Höhe von Oberndorf/Melk-Steinakirchen-Euratsfeld. Südlich davon mit einem schmalen Streifen nach Westen zu etwas breiter werdend, liegt die Flyschzone (Sandsteinzone) mit ihren meist bewaldeten Höhen bis über 600 Meter. Danach folgt ungefähr in einer Linie von Scheibbs-Gresten-Waidhofen/Ybbs die sehr schmale Klippenzone mit bis über 900 Meter hohen Kalkbergen. Markant ist der weithin sichtbare Blasenstein bei Scheibbs. Der südlichste und größte Teil des Gebietes gehört den steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen an, welche die über 1800 Meter hohen Berge Ötscher, Dürrenstein und Hochkar umfassen. In den letzten 100 Jahren sind aus dem behandelten Gebiet bereits viele Pflanzen verschwunden, beziehungsweise verschollen. Arg betroffen davon ist das Flach- u. Hügelland mit der Flyschzone (Sandsteinzone) mit ehemals reichhaltiger Flora. Die bunten Wiesen, oft auch orchideenreich (Kleines Knabenkraut) sind in den letzten Jahrzehnten fast gänzlich verschwunden. Sie sind alle durch den Fleiß unserer Bauern entstanden. Diese hatten im Laufe der Jahrhunderte unsere traditionelle landschaftliche Vielfalt geschaffen, die heute durch Intensivierung der Landwirtschaft wieder zerstört wird, wie z. B. Trockenlegung der Feuchtgebiete, Überdüngung, zu früher Mähbeginn, Nutzungsaufgabe mit nachfolgender Verbuschung (Sukzession), Umwandlung in Äcker, Aufforstung, übrig bleiben nur mehr artenarme Wiesen. Der oft zitierte Slogan: „der Bauer als Garant für Naturlandschaft“ stimmt bei weitem nicht mehr. Bunte Wiesenfragmente trifft man am ehesten noch an Straßenrändern an, aber auch diese haben ein schweres Dasein, da sie fast immer zu früh gemäht werden. Die Pflanzen können nicht mehr ausreifen und daher keinen Samen ausbilden. Das betrifft heute leider auch manchen Forststraßenrand und Böschungen, wie ich feststellen musste. Für mich vollkommen unverständlich, hier dürfte der übertriebene Ordnungssinn Schuld daran sein. Viele Bäche und Flussabschnitte wurden begradigt oder verbaut, durch Schotterabbau wurden die Trockenrasen größtenteils vernichtet, es existieren nur mehr kümmerliche Reste dieser artenreichen Biotope. Ein besonders trauriges Beispiel ist das Heidegebiet (Wärmeinsel) beiderseits der Erlauf nördlich von Purgstall (Lagerfriedhof) mit ehemals reichhaltiger, pannonischer Flora wie Kuhschellen, Feldmannstreu, Weinberghyazinthe, Gelber Lauch, verschiedenen Orchideen und andere. Auch die südlich anschließenden Gebiete blieben nicht verschont. Sie wurden in maschinengerechte Bergwiesen umgewandelt. An den Waldrändern kann man die kärglichen Überreste dieser Blumenwiesen noch antreffen. Hier gibt es einen besonders negativen Eingriff, der mit allen Mitteln versuchte die Wastlböden, eines in unseren Gebiet äußerst seltenen Wiesentyps, Magerrasen auf sauren Böden mit speziellen Pflanzen, unter anderem Bürstling (Borstgras), Arnika, Gold-Habichtskraut, Weißliche Höswurz u.s.w. in eine ertragreiche Fettwiese umzuwandeln, was nicht so richtig gelang. Trotzdem ist fast alles zerstört, der Boden wurde umgeackert, andere Gräser eingesät u. aufgedüngt was zur Folge hatte, dass auch hier in dieser Höhe um die 1100 Meter sich der lästige u. schwer bekämpfbare Ampfer auszubreiten beginnt. Es gibt nur mehr kleine Restflächen an Waldrändern, die die einstige Pracht erahnen lassen. Weitere ungünstige Eingriffe sind Überweidung, Forststraßenbau, Umwandlung von natürlichen Wäldern in reine Fichtenforste, Anlegen von Wildgehegen und Wildäckern. Der subalpine (Krummholzstufe) u. alpine Raum wurde u. wird durch Almaufschließungswege u.- Bau sowie Ausbau von Wintersportanlagen stark beeinträchtigt. Naturschutz hat leider einen viel zu geringen Stellenwert, obwohl wir von u. mit der Natur leben. Unsere aus Menschenhand geschaffenen Bauwerke wie Häuser, Kirchen, Brücken, Straßen, können, wenn sie zerstört werden, wieder neu aufgebaut werden. Eine Pflanze oder ein Lebewesen, einmal ausgestorben, ist für immer verschwunden u. nicht mehr ersetzbar.

Was kann man tun um die Reste unserer einmaligen Flora für die Nachwelt zu erhalten?

  • Wo seltene Pflanzen wachsen, das sind meist extensiv genutzte Wiesen u. Weiden, sollte die landwirtschaftliche Nutzung nicht verändert werden (z. B. Umwandlung in „Grünland“, Äcker, Intensivweiden u. Aufforstungen), der ideale Schutz solcher Gebiete wäre dadurch gewährleistet dass die Landwirte solche Flächen weiterhin extensiv nutzen (zeitgerechte Mahd u. Beweidung), damit würde der Landwirt wieder zum Erhalter unserer einmaligen u. abwechslungsreichen Kulturlandschaft. Derzeit trifft das überhaupt nicht zu. Das müsste natürlich finanziell abgegolten werden, dafür läuft ein von der EU mit gefördertes Umweltprogramm Namens ÖPUL. In diesem Programm gibt es eine Förderung für die Pflege wertvoller ökologischer Wiesen u. Weiden, diese sind meist artenreich. Im südlichen Teil des Gebietes wo die Bewirtschaftung oft sehr arbeitsintensiv ist, (Bergwiesen u. Weiden) haben mehrere Landwirte das Programm bereits angenommen. Sogar kleinräumige erhaltenswerte Strukturen in „normal“ genutzten Grünlandflächen u. Äckern werden gefördert, wie feuchte Mulden u. Trockenstandorte in Äckern u. Wiesen, Ackerrandstreifen die ohne Herbizid-Einsatz eine artenreiche Segetalflora zulassen, Lesesteinhaufen u.s.w., der Ertragsverlust wird finanziell ersetzt. Es wäre wünschenswert wenn mehr Landwirte in dieses Programm einsteigen würden.


  • Empfehlenswert währe außerdem, wenn die nicht maschinengerechten Ränder von Wiesen - diese sind oft Rückzugsgebiete bedrohter Arten u. sind von Verbuschung bedroht - mit der Hand gemäht werden würden, wäre das eine sportliche u. gesundheitsfördernde Abwechslung zur monotonen Traktorarbeit.


  • In der Forstwirtschaft sollten Kahlschläge vermieden, keine reinen Fichtenforste (Stangenäcker) angelegt sondern der natürliche Aufwuchs gefördert werden. Das Natura 2000 Gebiet, welches das Ötscher- u. Dürrensteingebiet umfasst, ist unter anderem dazu da um Naturbelassene Wälder zu erhalten. An einer Abgeltung wird gearbeitet.


  • Durch den Kauf von Bio-Produkten wird der biologische u. daher umweltschonende Landbau gefördert.


  • Die Straßenränder sollten viel später gemäht werden, diese sind oft Ersatzstandorte u. Rückzugsgebiete seltener Arten.


  • In unseren Ortschaften könnten weitere Beiträge zur Erhaltung einer artenreichen Flora geleistet werden, in dem man die Rasenflächen zwischen den Bäumen u. Sträuchern u. die Parkanlagen - diese sind im Frühling oft besonders bunt - (Parkanlage bei der Kartause in Gaming) etwas später u. nicht zu oft mäht.


  • Viel für die Natur könnte man auch in unseren Hausgärten erreichen nämlich durch das Anlegen einer Blumenwiese, die man nur ein- bis zweimal mäht oder durch die Anlage eines Gartenteiches mit artgerechter Bepflanzung, dazu eine Hecke mit einheimischen beerentragenden Sträuchern. Nach einigen Jahren wird man staunen was sich alles neu eingefunden hat.

Ybbsauen von Neumarkt bis Amstetten: Schneeglöckchen, Hohler Lerchensporn, Regensburger Geißklee, Hain-Wachtelweizen, Wasser-Schwertlilie, Astloser Igelkolben.
Purgstall/Erlauf, Heidegebiet, Erlaufschlucht und Schaubachmündung: Schneerosen, Leberblümchen, Muschelblümchen, Gelbes Windröschen, Aufrechte Waldrebe, Moschuskraut, Hohler Lerchensporn, , Erd-Primel, Berg-Tätschelkraut, Finger-Steinbruch, Echter Steinsame, Heide-Ginster, Regensburger Geißklee, Blutroter Storchschnabel, Pimpernuss, Alpenveilchen, Schmalblatt-Lein, Hochstängel- und Herzblatt-Kugelblume, Immenblatt.
Steinakirchen-Zarnsdorf-Brunning, entlang der Kl. Erlauf: Grüne Nieswurz, Leberblümchen Frühlings-Knotenblume, Purpur-Krokus, Wiener Blaustern, Wald-Gelbstern, Erd-Primel, Hohler Lerchensporn, Wunder-Veilchen, Eibe.
Scheibbs, Blasenstein, Almkogel: Bleiches Knabenkraut, Prächtiges Knabenkraut, Dreizähniges Knabenkraut, Holunder-Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs-Fingerwurz-Knabenkraut, Zweiblättrige Waldhyazinthe, Hohler Lerchensporn, Arznei-Schlüsselblume, Frühlings-Enzian, Maiglöckchen, Vierblütige Weißwurz.
St.Georgen/Leys-St.Anton/Jeßnitz, Schlagerboden: Holunder-Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs-Fingerwurz-Knabenkraut, Breitblättriges-Fingerwurz-Knabenkraut, Kleines Knabenkraut, Brand-Knabenkraut, Prächtiges Knabenkraut, Grüne Hohlzunge, Zweiblättrige- und Grünliche Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Schwertblättriges Waldvögelein, Mücken-Händelwurz, Kugel-Knabenkraut, Pyramidenorchis, Herbst-Drehähre, Frühlings-Enzian, Bach-Greiskraut, Moschus-Malve, Wollgräser.
Kleines Erlauftal bei Randegg und Gebiet um Gresten: Purpur (Neapolitanischer)-Krokus, Lorbeer-Seidelbast, Schneerosen, Dreiblatt-Windröschen.
Gaming, Kirchstein-Dreieckberg: Verschiedene Stendelwurzarten, Schwertblättriges-, Weißes und Rotes Waldvögelein, Nestwurz, Schneerosen, Leberblümchen, Lorbeer-Seidelbast, Ästige Graslilie, Erd-Primel, Alpenveilchen.
Gaming, Rainstock-Gföhler Alm: Holunder-Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs-Fingerwurz-Knabenkraut, Grüne Hohlzunge, Prächtiges Knabenkraut, Zweiblättrige- und Grünliche Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Mücken-Händelwurz, Fliegen-Ragwurz, Kugel-Knabenkraut, Weißliche Höswurz, Rotes Kohlröschen, Breitblättrige Stendelwurz, Gewöhnliche Akelei, Berg-Flockenblume, Ostalpen-, Schwalbenwurz- und Fransenenzian, Deutscher Kranzenzian.
Vordere und Hintere Tormäuer, Ötschergräben: Burser- und Kies-Steinbrech, Clusius-Primel, Aurikel, Alpenveilchen, Kalk-Glocken-Enzian, Felsen-Wolfsmilch, Langblatt-Hasenohr, Große Sterndolde, Deutscher Backenklee, Ästige Graslilie, Berg-Gamander, Alpen-Leinkraut., Rassige Glockenblume, Niedrige Glockenblume, Alpenmaßlieb, Hirschzunge.
Hochstadelberg-Wastlböden: Holunder-Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs-Fingerwurz-Knabenkraut, Grüne Hohlzunge, Helm-Knabenkraut, Mücken-Händelwurz, Schneerosen, Wald-Soldanelle, Alpen-Heckenkirsche, Weißer Mauerpfeffer, Edel-Gamander, Kreuz-, Schwalbenwurz- und Fransenenzian, Deutscher Kranzenzian, Orange-Habichtskraut, Wollkopf-Kratzdistel, Berg-Ringdistel.
Lunz am See, Seetal-Obersee: Frühlings-Knotenblume, Stern-Narzisse, Knotenfuß, Alpen-Waldrebe, Bach-Greiskraut, Kleinblütiges Fingerkraut, Sumpf-Blutauge, Wechselblatt-Milzkraut, Wimper-Alpenrose, Rundblatt-Wintergrün, Alpen-Heilglöckel, Rundblatt-Sonnentau, Hirschzunge, Moorbärlapp.
Lunz am See, Kothbergtal-Sulzbach: Frühlings-Knotenblume, Stern-Narzisse, Anemonen-Schmuckblümchen, Schneeheide, Clusius-Primel, Kerner-Lungenkraut, Alpen-Fettkraut, Straußenfarn.
Göstling, Steinbachtal: Schneerose, Aurikel, Clusius-Primel, Österreichische Soldanelle, Kalk-Glocken-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Schneeheide, Alpen-Pestwurz, Anemonen-Schmuckblümchen, Neunblatt-Zahnwurz, Pyrenäen-Löffelkraut, Alpen-Fettkraut, Ostalpen-Meier, Stängel-Fingerkraut, Ästige Graslilie, Rippendolde, Augenwurz, Kies-Steinbrech, Herzblatt, Rasige- und Niedrige Glockenblume, Alpenmaßlieb, Tungusisches Greiskraut, Natternzunge.
Lassingtal, Rotwaldgebiet, Wildalpen: Prächtiges Knabenkraut, Helm-Knabenkraut, Spätes Brand-Knabenkraut, Frauenschuh, Zweiblättrige Waldhyazinthe, Breitblättriges Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs- Fingerwurz-Knabenkraut, Lappländisches Fingerwurz-Knabenkraut, Mücken-Händelwurz, Wohlriechende Händelwurz, Schwertblättriges-, Weißes und Rotes Waldvögelein, Netzwurz, Fliegen-Ragwurz, Großes Zweiblatt, Kleine Einknolle, Einblatt, Pyramidenorchis, Netzblatt, Widerbart, Braunrote Stendelwurz, Sumpf-Stendelwurz, Breitblättrige Stendelwurz, Kalk-Glocken-, Kreuz- und Schwalbenwurz-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Tarant, Gewöhnliches Fettkraut, Trollblume, Dunkle Akelei, Österreichische Wolfsmilch, Steintäschel, Moosauge, Birngrün, Knäuel-Glockenblume, Jakobs-Greiskraut, Wollkopf-Kratzdistel, Maiglöckchen.
Neuhaus-Taschelbach, Feldwies, Oberes Oistal: Prächtiges Knabenkraut, Brand-Knabenkraut, Breitblättriges Fingerwurz-Knabenkraut, Lappländisches Fingerwurz-Knabenkraut, Fuchs-Fingerwurz-Knabenkraut, Frauenschuh, Korallenwurz, Grüne Hohlzunge, Mücken-Händelwurz, Wohlriechende Händelwurz, Großes- und Kleines Zweiblatt, Einblatt, Schwertblättriges Waldvögelein, Fliegen-Ragwurz, Zweiblättrige Waldhyazinthe, Weißliche Höswurz, Kugel-Knabenkraut, Schneerose, Dunkle Akelei, Akeleiblättrige- und Kleine Wiesenraute, Clusius-Primel, Aurikel, Österreichische Soldanelle, Schneeheide, Zwerg-Alpenrose, Wimper-Alpenrose, Moosbeere, Heidelbeere, Preiselbeere, Rosmarinheide, Kalk-Glocken-, Frühlings-, Kreuz-, Ostalpen- und Schwalbenwurz-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Tarant, Österreichische Wolfsmilch, Große Sterndolde, Österreichische Gemswurz, Dunkle Königskerze, Glänzende Skabiose, Dunkle Glockenblume, Rundblatt-, Stern- und Blaugrüner Steinbrech, Behaarter Fichtenspargel, Nacktstängel-Kugelblume, Fieberklee, Sumpf-Blasenbinse, Rundblättriger Sonnentau, Weißer Krokus, Tannenbärlapp, Rippenfarn, Mondraute, Dorniger Moosfarn, Bunter Schachtelhalm.
Ötscher: Rotes Kohlröschen, Grüne Hohlzunge, Weißliche und Dreizackige Höswurz, Aurikel, Clusius-Primel, Kalk-Glocken-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Trollblume, Narzissen-Windröschen, Rosenwurz, Silberwurz, Clusius-Fingerkraut, Immergrünes Felsenblümchen, Brillenschötchen, Kalk-Polsternelke, Ostalpen-Nelke, Zwerg-Miere, Wimper-Alpenrose, Berg-Spitzkiel, Trauben-Steinbrech, Alpen-Leinblatt, Zweiblütiges Veilchen, Kahles Berufkraut, Zottiges Habichtskraut, Kalk-Gemswurz, Quirl- und Kopf-Läusekraut, Zweifarben-Alpenscharte.
Dürrensteingebiet: Rotes Kohlröschen, Weißliche- und Dreizackige Höswurz, Grüne Hohlzunge, Zwerg-Orchis, Kugel-Knabenkraut, Aurikel, Clusius-Primel, Alpen-Heilglöckel, Kalk-Glocken- ,Ostalpen- und Schwalbenwurz-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Alpen-Hahnenfuß, Trollblume, Narzissen-Anemone, Große Alpen-Kuhschelle, Echter Eisenhut, Rosenwurz, Silberwurz, Clusius Fingerkraut, Gold-Fingerkraut, Kalk-Polsternelke, Ostalpen- und Kartäuser-Nelke, Zwerg-Miere, Wimper-Alpenrose, Trauben-, Rundblatt-, Stern-, Mannsschild- und Bach-Steinbrech, Zweiblütiges Veilchen, Herzblatt-Kugelblume, Berg- und Felsen-Baldrian, Zottiges Habichtskraut, Bittere- und Clusius-Schafgarbe, Alpen-Aster, Kahles Berufkraut, Gewöhnliches Katzenpfötchen, Gold-Pippau, Vielstachel-Kratzdistel, Quirl- , Kopf- und Durchblättertes Läusekraut, Berg-Wegerich, Großer Fingerhut, Felsen-, Nacktstiel- und Alpen-Ehrenpreis, Alpenhelm, Alpenrachen, Wald-Storchschnabel, Dunkle- und Alpen-Glockenblume, Weiß-Germer, Allermannsharnisch, Gemsen-Simse.
Hochkargebiet: Rotes- und Widder-Kohlröschen, Weißliche- und Dreizackige Höswurz, Grüne Hohlzunge, Zwerg-Orchis, Aurikel, Clusius-Primel, Alpen-Soldanelle, Alpen-Heilglöckel, Kalk-, Glocken-, Niedriger-, Schnee-, Schwalbenwurz-, und Ostalpen-Enzian, Deutscher Kranzenzian, Schneerosen, Alpen-Hahnenfuß, Trollblume, Narzissen-Anemone, Große Alpen-Kuhschelle, Echter Eisenhut, Rosenwurz, Kurzhaar-Hauswurz, Berg-Nelkenwurz, Silberwurz, Clusius Fingerkraut, Gold-Fingerkraut, Gelbling, Ennstaler Frauenmantel, Kalk-Polsternelke, Kriechendes Gipskraut, Braun-Klee, Alpen-Süßklee, Wimper-Alpenrose, Trauben-, Rundblatt-, Kies- und Burser-Steinbrech, Alpen-Lein, Bärwurz, Alpen-Mutterwurz, Meisterwurz, Zweiblütiges Veilchen, Herzblatt-Kugelblume, Zottiges Habichtskraut, Bittere- und Clusius-Schafgarbe, Alpen-Aster, Kahles Berufkraut, Gold-Pippau, Zwerg-Augentrost, Quirl-, Ähren- und Kopf-Läusekraut, Zweifarben-Alpenscharte, Dunkle Glockenblume, Kugel-Teufelskralle, Berg-, Felsen- und Ostalpen-Baldrian, Stern-Narzisse, Weiß-Germer, Knotenfuß, Mondraute. Zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu unseren häufigsten Pflanzen keine Blüten ausbilden, da die Vermehrung durch Sporen erfolgt. Zu ihnen gehören Bärlappe – Lycopodiaceae, Moosfarne – Selaginellaceae, Schachtelhalme – Sphenophytina u. Farne – Pterophytina, sie sind die ältesten Pflanzen der Erdgeschichte, deren Anfänge vor 400 Millionen Jahren im Erdaltertum liegen u. vor 300 Millionen Jahren ihre größte Verbreitung in Form von Sumpfwäldern hatten (am Beginn des Landlebens), aus denen unsere Steinkohle entstand, noch vor der Zeit der Saurier. Die meisten davon wie Schuppenbäume u. Siegelbäume sind vor langer Zeit wieder ausgestorben u. aus fossilen Funden bekannt, nur die eingangs erwähnten haben bis heute überlebt. Krautige, ausdauernde, immergrüne Pflanzen mit kriechenden oder aufrechten Sprossen mit nadel- oder schuppenförmigen Blättchen, sie bilden sprossähnliche Fruchtähren. Berührt man eine solch ausgereifte Ähre, entlässt sie einen feinen gelben Staub aus zahllosen Sporen. Früher wurde dieses „Bärlapppulver“ als Kinderpuder verwendet. Bei uns gibt es nur wenige Gattungen mit wenigen Arten, ansonsten ist es mit ca. 400 Arten weltweit mit Ausnahme der großen Trockengebiete verbreitet.

TANNENBÄRLAPP - HUPERZIA SELAGO Volksmund: Krâôm-Kraut (hilft gegen Krampf). Weltweit in den kühlen u. gemäßigten Zonen, bei uns von Gaming südwärts mäßig häufig in bodensauren Wäldern der montanen u. subalpinen Stufe, gerne in Gesellschaft von Farnen und anderen Bärlappgewächsen (Schlangen-Bärlapp – Lycopodium annotinum). Höhe 5 – 20cm, Sporenreife VII – X Eine sehr große Gruppe mit vielen Familien u. an die 10.000 Arten, in den Tropen auch baumförmig (Baumfarne) epiphytisch auf Bämen u. im Wasser (in Europa selten, Schwimmfarn – Salvinia natans, Kleefarn – Marsilea quadrifolia) vorkommend. Bei uns meist in schattigen Wäldern auf Felsen und Mauerwerk. Die ganze Pflanze besteht nur aus Blättern (Wedeln) an deren Unterseite sich die Sporen bilden , manche Gattungen bilden eigens geformte Blätter für die Sporen aus, wie Mondraute – Botrichium lunaria, Straußenfarn – Matteuccia struthiopteris u. Rippenfarn - Blechnum spicant.

RIPPENFARNGEWÄCHSE – BLECHNACEAE Um 200 Arten in 6 Gattungen, meist in tropischen, subtropischen besonders in südlich gemäßigten Zonen, bodenbewohnend, immergrün u. ausdauernd, bei uns nur eine Art

RIPPENFARN – BLECHNUM SPICANT Zirkumpolare-ozeanische Verbreitung, vom Gebirge der warmen bis gemäßigten Zone, teils bis in die kühle Zone vordringend, in unserem Gebiet zerstreut in frischen stark bodensauren Wäldern, meist Nadelwäldern, der submontanen bis subalpinen Stufe, gerne mit anderen Farnen vergesellschaftet, mit eigens ausgebildeten, rippenähnlichen Sporenblättern, Pflanze überwinternd, von Gaming südwärts. Höhe 10 – 70cm, Sporenreife VII – IX

Verantwortlicher
Johann Bauer

 


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