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Die Lamberti-Zeche in Waidhofen an der Ybbs

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Seit vielen Jahrhunderten hat die Pfarrkirche zu Waidhofen an der Ybbs zwei Schutzpatrone: Den hl. Lambert und die hl. Maria Magdalena. Der hl. Lambert (auch Lambrecht genannt) wurde von seinem Oheim Theodard erzogen und um 672 dessen Nachfolger als Bischof von Maastricht. Ende 675 wurde er vom Hausmeier Ebroin verbannt und lebte sieben Jahre im Kloster Stablo. Nach dem Sturz Ebroins konnte er unter Pippin dem Mittleren wieder nach Maastricht zurückkehren. Lambert widmete sich nun der Erneuerung des kirchlichen Lebens in seinem Bistum und der Verkündigung des Glaubens in Nordtrabant. Als Lambert gegen den Grafen Dodo die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von diesem am 17. September 705 ermordet. Sein Nachfolger, der hl. Hubert übertrug die Gebeine Lamberts um 715 von Maastricht nach Lüttich. - Im deutschen Regionalkalender sowie im Bistum Luxemburg, wird das Gedächtnis Lamberts am 18. September begangen. In Waidhofen wurde der Gedenktag am Tage seiner Ermordung, dem 17. September begangen. Dies bestätigt auch eine Eintragung im Buche über die Jahrtage im Pfarrarchiv. An diesem Tag wird der “Lambert-Zöch Jahrtag” mit einer Messe gefeiert. An diesem Festtag hat auch die Bauernschaft ihren Jahrtag. Die Ausgaben hiefür sind genau festgelegt: Der Herr Pfarrer bekam für das Messelesen 2 Gulden und 15 Kreuzer, die “Vocalisten “ (Sänger) bekamen 30 Kreuzer und der Messner 15 Kreuzer. Dies waren zusammen 3 Gulden. Überdies hatten die Bauern bzw. die Lamberti-Zeche am nächsten Tag um halb acht Uhr auf dem Lambertialtar für ihre verstorbenen Mitglieder eine Hl. Messe, welche mit den obgenannten 2 Gulden und 15 Kreuzer bezahlt war. Diese Eintragung ist von eminenter Wichtigkeit. Bestätigt sie doch die Tatsache, daß die Lamberti-Zeche keine Handwerkszeche, sondern eine Bauernzeche war. Verantwortlicher Friedrich Richter

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