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Oberösterreichische Eisenstraße

Ansprechpartner: Barbara Reisenbichler


Herzlich willkommen an der Eisenstraße in Oberösterreich!
Im Süden Oberösterreichs, dem oö. Ennstal, Steyrtal, Kremstal, Pyhrn-Priel sowie dem Raum Bad Hall – Steyr liegen verstreut die Zeugen der einst so pulsierenden Kleineisenindustrie und Sensenwerke. Entlang der Flüsse, die ihre Kraft den Menschen zur Verrichtung ihrer täglichen Arbeit an den Hämmern zur Verfügung stellten, siedelten sich unzählige Kleinbetriebe an, die eine Vielzahl verschiedenster Finalprodukte aus dem Eisen des Erzberges herstellten.

Diese Geschichte lebt heute nach wie vor in den zahlreichen Museen- und Schaubetrieben - erlebnisreich und spürbar beim Begehen der Themenwege. Einzigartig ist die heute noch aktive Manufaktur von traditionellen Taschenfeiteln oder der Maultrommel, Kleineisenwaren, die schon seit hunderten Jahren an der Eisenstraße ohne Unterbrechung hergestellt werden. Die Eisenstadt Steyr mit ihrem prächtigen historischen Stadtkern zeugt vom einstigen Reichtum der Eisenindustrie.

Nicht nur die Kultur, auch die Wirtschaft lebt weiter. Die zahlreichen Hightech-Betriebe in der Region wie BMW-Steyr sind wohl die Nachfahren der einst blühenden Eisenbetriebe unserer Region.

Der Verein „Eisenstraße Oberösterreich“
Der Verein Eisenstraße Oberösterreich wurde im Sommer 1990 gegründet. Ziel war von Beginn an die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Eisenverarbeitung in der Region – sowie die Integration dieses kulturhistorischen Potenzials in die Regionalentwicklung.

Die Landesausstellung 1998
Mit dem Zuschlag zur Ausrichtung einer dezentralen Landesausstellung in Oberösterreich für das Jahr 1998, wurde ein gewaltiger Motivationsschub in der gesamten Region erreicht. In den Bezirken Steyr-Land, Kirchdorf sowie der Stadt Steyr wurden zahlreiche historische Gebäude und Werkstätten restauriert, wieder in Stand gesetzt, Museen, Schaubetriebe und Themenwege errichtet. Große Teile der Bevölkerung, Vereine und Initiativen konnten zur Mitarbeit aktiviert werden. Die identitätsstiftende Wirkung dieses Großprojekts war enorm. Der gesamte Prozess wurde durch das Management-Büro des Vereins Eisenstraße Oberösterreich zusammen mit der Landeskulturdirektion OÖ. koordiniert.

Oberösterreichische Eisenstraße heute

Nach diesem „Vulkanausbruch“ kühlte auch die Lava deutlich ab. Durch die erhebliche Verkleinerung der Organisation sowie des finanziellen Spielraums mussten in der Folge auch die Aktivitäten des Vereins stark eingeschränkt werden. Organisatorisch wurde ab 2001 die Vereinstätigkeit in den Regionalentwicklungsverein, das Regionalforum Steyr-Kirchdorf, eingegliedert. Im Unterschied zu seinen Partnern in Niederösterreich und der Steiermark nimmt der Verein Eisenstraße Oberösterreich neben seinem kulturellen Auftrag derzeit keine touristischen oder über die Kultur hinausgehenden, regionalentwicklungspolitischen Aufgaben war. Derzeit wird an der Neuaufstellung des Vereins als eigene Museumsstraße diskutiert und angestrebt.

Ausflugsziele an der Oberösterreichischen Eisenstraße
Jahrhundertelang war das Schlagen der Hämmer in den Tälern der oberösterreichischen Eisenwurzen das bestimmende Geräusch. Den Ton gab dabei der steirische Erzberg an. Das aus ihm gewonnene Eisenerz brachte entlang der Transportwege eine rege Handwerks- und Handelstätigkeit hervor. Der Handel mit den hier geschmiedeten hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeuge reichte bis in den arabischen Raum.

Der Weg der oberösterreichischen Eisenstraße ist abwechslungsreich, führt er doch durch felsiges Gebirgsland und sanfte Flusstäler, aber auch durch historische Orte wie Enns, der ältesten Stadt Österreichs, oder in die mittelalterliche Altstadt von Steyr, die im 15. Jahrhundert neben Wien die wohlhabendste und vornehmste Stadt Österreichs war. Ihren Reichtum verdankte sie ihrer hochwertigen Messer- und Klingenproduktion. Später kamen Schusswaffen als bestimmender Wirtschaftszweig dazu. Dass entlang der Eisenstraße nicht nur Waffen erzeugt, sondern auch fleißig benutzt wurden, beweist übrigens das in Europa einzigartige Wilderermuseum in St. Pankraz, das Legenden und so manches Jagdabenteuer mitunter in blutiges Licht rückt.

Einige traditionelle eisenverarbeitenden Betriebe gibt es auch heute noch: etwa die Löschenkohls in Ternberg, die wie vor 500 Jahren mit aus Wasserkraft angetriebenen Hämmern sogenannte Taschenfeitel erzeugen. Oder die Nagelschmiede in Losenstein, die heute zwar nur mehr ein Museum ist, wo Besucher aber immer noch am Amboss ihre eigenen Nägel schmieden können.

Dass Eisen auch gut klingen kann, erfährt man in der kleinen Stadt Molln. Hier werden Maultrommeln hergestellt. In Schaubetrieben wie der Manufaktur Wimmer-Bades oder in der Firma Jofes wird nach wie vor ausschließlich von Hand gefertigt. Von der Schmiedearbeit bis zur peniblen, millimetergenauen Feilarbeit, die die Qualität des Instruments maßgeblich beeinflusst, können Besucher alle Arbeitsschritte nachvollziehen.  

In Molln befindet sich auch das Zentrum des Nationalparks Kalkalpen und damit der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen durch das waldreiche Gebiet rund um das  Sengsengebirge. Mitten im Nationalpark Kalkalpen befindet sich das alte Knappenhaus Unterlaussa, das den Arbeitern des Bauxitbergwerks als Unterkunft diente. Heute beherbergt es ein interessantes Bergbaumuseum. Als größtes Waldschutzgebiet Österreichs, rühmt sich der Nationalpark für seine „Wildnistoleranz“. Mit Nationalpark-Rangern kann man sich auf die Spuren von Gämsen und Rotwild begeben oder den lange Zeit in unseren Breiten als ausgerottet gegoltenen Luchs beobachten. Doch nicht nur die scheue Wildkatze, auch seltene Vogelarten haben hier ihre Heimat gefunden hat. Wenn etwa der seltene Dreizehenspecht während der Balz wie wild auf die Baumstämme eintrommelt, dann bekommt der Begriff „Land der Hämmer“ eine ganz neue Bedeutung …

Kontakt
August Pfaffenhuemer
Mairberg 3
4592 Leonstein
T: +43 (0)664 220 60 84
E: hammerschmied(at)aon.at


 


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