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Niederösterreich

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Oberösterreichische Eisenstraße

Ansprechpartner: Mag. Oliver Rath


Herzlich willkommen an der Eisenstraße in Oberösterreich!
Im Süden Oberösterreichs, dem oö. Ennstal, Steyrtal, Kremstal, Pyhrn-Priel sowie dem Raum Bad Hall – Steyr liegen verstreut die Zeugen der einst so pulsierenden Kleineisenindustrie und Sensenwerke. Entlang der Flüsse, die ihre Kraft den Menschen zur Verrichtung ihrer täglichen Arbeit an den Hämmern zur Verfügung stellten, siedelten sich unzählige Kleinbetriebe an, die eine Vielzahl verschiedenster Finalprodukte aus dem Eisen des Erzberges herstellten.

Diese Geschichte lebt heute nach wie vor in den zahlreichen Museen- und Schaubetrieben - erlebnisreich und spürbar beim Begehen der Themenwege. Einzigartig ist die heute noch aktive Manufaktur von traditionellen Taschenfeiteln oder der Maultrommel, Kleineisenwaren, die schon seit hunderten Jahren an der Eisenstraße ohne Unterbrechung hergestellt werden. Die Eisenstadt Steyr mit ihrem prächtigen historischen Stadtkern zeugt vom einstigen Reichtum der dominierenden Eisenindustrie.

Nicht nur die Kultur, auch die Wirtschaft lebt weiter. Die zahlreichen Hightech-Betriebe in der Region wie BMW-Steyr, die Mannlicher Waffenschmiede und die MAN-Nutzfahrzeuge sind wohl die Nachfahren der einst blühenden Eisenbetriebe unserer Region.

Der Verein Eisenstraße Oberösterreich
Der Verein Eisenstraße Oberösterreich wurde im Sommer 1990 gegründet. Ziel war von Beginn an die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Eisenverarbeitung in der Region – sowie die Integration dieses kulturhistorischen Potenzials in die Regionalentwicklung.

Die Landesausstellung 1998
Mit der Ausrichtung der ersten dezentralen Landesausstellung in Oberösterreich im Jahr 1998, wurde ein gewaltiger Motivationsschub in der gesamten Region erreicht. In den Bezirken Steyr-Land, Kirchdorf sowie in der Stadt Steyr wurden zahlreiche historische Gebäude und Werkstätten restauriert, wieder in Stand gesetzt, Museen, Schaubetriebe und Themenwege errichtet. Große Teile der Bevölkerung, Vereine und Initiativen konnten zur Mitarbeit aktiviert werden. Die identitätsstiftende Wirkung dieses Großprojekts war enorm. Der gesamte Prozess wurde durch die intensive Mitarbeit des Vereins Eisenstraße Oberösterreich zusammen mit der Landeskulturdirektion OÖ. koordiniert.

Die Eisenstraße Oberösterreich 2018+
Mit der Vereinsobfrau Mag.a Katrin Auer, die viel Erfahrung als Geschäftsführerin des Museums Arbeitswelt in Steyr in den Verein Eisenstraße Oberösterreich einbringt und dem Kulturmanager Mag. Oliver Rath, der das Büro des Vereins leitet, startet man in die Saison 2018. Die Eisenstraße Oberösterreich ist fester Bestandteil der Natur- und Kulturregionen Steyrtal, Ennstal und des Nationalparks Kalkalpen. Sie ist Hüter, Pfleger und Vermittler des kulturellen und montanhistorischen Erbes, und für die Stärkung der regionalen Identität maßgeblich mitverantwortlich und letztendlich ist sie auch für die Neuausrichtung und die Qualitätsentwicklung der Museums-Mitgliedsbetriebe inkl. der Nachwuchsarbeit verantwortlich. Der Verein ist das aktive Netzwerk aus allen Vereinsmitgliedern und Serviceanlaufstelle für Mitglieder und an der Eisenstraße Oberösterreich interessierte Menschen.

Kontakt:
Verein Eisenstraße Oberösterreich
Kulturmanager Mag. Oliver Rath, Obfrau Mag.a Katrin Auer,
Pfarrhofstraße 1
4596 Steinbach an der Steyr

E: office@eisenstrasse-ooe.at
T: +43 7257 21200

Ausflugsziele an der Oberösterreichischen Eisenstraße
Jahrhundertelang war das Schlagen der Hämmer in den Tälern der oberösterreichischen Eisenwurzen das bestimmende Geräusch. Den Ton gab dabei der steirische Erzberg an. Das aus ihm gewonnene Eisenerz brachte entlang der Transportwege eine rege Handwerks- und Handelstätigkeit hervor. Der Handel mit den hier geschmiedeten hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeuge reichte bis in den arabischen Raum.

Der Weg der oberösterreichischen Eisenstraße ist abwechslungsreich, führt er doch durch felsiges Gebirgsland und sanfte Flusstäler, aber auch durch historische Orte wie Enns, der ältesten Stadt Österreichs, oder in die mittelalterliche Altstadt von Steyr, die im 15. Jahrhundert neben Wien die wohlhabendste und vornehmste Stadt Österreichs war. Ihren Reichtum verdankte sie ihrer hochwertigen Messer- und Klingenproduktion. Später kamen Schusswaffen als bestimmender Wirtschaftszweig dazu. Dass entlang der Eisenstraße nicht nur Waffen erzeugt, sondern auch fleißig benutzt wurden, beweist übrigens das in Europa einzigartige Wilderermuseum in St. Pankraz, das Legenden und so manches Jagdabenteuer mitunter in blutiges Licht rückt.
Einige traditionelle eisenverarbeitenden Betriebe gibt es auch heute noch: etwa die Löschenkohls in Ternberg, die wie vor 500 Jahren mit aus Wasserkraft angetriebenen Hämmern sogenannte Taschenfeitel erzeugen. Oder die Nagelschmiede in Losenstein, die heute zwar nur mehr ein Museum ist, wo Besucher aber immer noch am Amboss ihre eigenen Nägel schmieden können.
Dass Eisen auch gut klingen kann, erfährt man in Molln im Steyrtal. Hier werden Maultrommeln hergestellt. In Schaubetrieben wie der Manufaktur Wimmer-Bades oder in der Firma Schwarz wird nach wie vor ausschließlich von Hand gefertigt. Von der Schmiedearbeit bis zur peniblen, millimetergenauen Feilarbeit, die die Qualität des Instruments maßgeblich beeinflusst, können Besucher alle Arbeitsschritte nachvollziehen. 

Immaterielles UNESCO Weltkulturerbe
In der oberösterreichischen Eisenwurzen sind auch eine Reihe von Handwerke und Brauchtümer beheimatet, welche durch ihre Einzigartigkeit und kulturelle Bedeutung in die nationale Liste "Immaterielles UNESCO Weltkulturerbe" aufgenommen wurden. So sind die Erzeugung der Mollner Maultrommel, die Köhlerei, das Maultrommelspiel in Österreich, das österreichische Sensenschmieden, der Rudentanz in Sierning und der Windischgarstner Niglo-Umzug Beispiele einer gelebten regionalen Identität.

 


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