Logo
  Eisenstraße
Niederösterreich

Neubruck 2/1
A-3283 Scheibbs
T +43 (0) 74 82 / 204 40
F +43 (0) 74 82 / 204 40-22
service@eisenstrasse.info
Eisenstraße Niederösterreich Schatzsuche & regionales Wissen Genuss & regionale Erlebnisse LEADER, regionale Produkte & Projekte
Suche

Gaming

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Blasonierung: Das Wappen stammt aus der Kartäuserzeit.

Einwohner: 3.583 (2006)
Fläche: 244,07 km²
Seehöhe: 431 m
Bürgermeisterin: Renate Gruber
Web: www.gaming.gv.at
Telefon: +43 (0)7485 973 08

Verbindung zur Eisenstraße: Mit Unterstützung des Vereins Eisenstraße Niederösterreich konnte der "Grabner-Hammers" in Gaming für die Nachwelt aufbereitet werden. Der Grabner-Hammer ist, neben der Kartäuserschmiede in Langau (auf dem Weg Richtung Lackenhof), das einzige, erhaltene Schmiedehammer-Gebäude in der Gemeinde Gaming aus der Blütezeit der Eisenindustrie. Im Grabner-Hammer sind die Esse, der Schwanzhammer, das Wasserrad und zahlreiche Schmiedewerkzeuge nach Voranmeldung zu besichtigen.

In Gaming gab es schon seit der Gründung der Kartause Hammerwerke, denn bereits 1429 gewährte Albrecht V. dem Kloster jährlich 20 Maß Leobner Eisen mautfrei einführen zu dürfen. Der in Gaming geborene Prior Andreas II. war Sohn eines Schmiedes. Im 16. Jh. werden bereits fünf Hufschmiedezünfte erwähnt. Der Gröblhammer am Fuße des Grubberges (heute noch Mauerreste sichtbar) war eine Hackenschmiede und ab 1855 ein Zerrennhammer. Innerhalb des Ortsgebietes lagen der Springhammer (Streckhammer, 1821-1884 Pfannenhammer), der Kreilhammer (Schlosserei, Fenster- und Bettbeschläge, 1916 noch 20 Arbeiter!), ein Hufschmied, mehrere Nagelschmiede und der Kerschnerhammer (Streck- und Zeughammer bis 1881, 1960 wegen Straßenerweiterung abgetragen). Daran schlossen sich entlang des Gamingbaches der Wutzlhammer (seit 1784 Zerrennhammer, 1880-1896 Sichelerzeugung), Hammer an der Öd (auch "Hitzelhammer", Zerrennhammer bis 1899) und der "Kuhberghammer" (seit 1622 Sensenwerk Fürst mit Hartzerrenn- und Knittelhammer, 1896 Umgestaltung zu Sägewerk der Fa. Heiser), kleinere Nagelschmieden im Pockaugraben (Groß Weidach) und unterhalb von Kienberg ("Seebach", "Plaiken"). Der "Weghammer" in Kienberg wurde 1832 von Andreas Töpper zu einer Gasröhrenfabrik umgestaltet. Der etwas talabwärts gelegene "Edelbachhammer" wurde 1817 durch den k. k. Hufschmiedmeister Josef Winter zu einer Achsenfabrik ausgebaut und erzeugte ab 1840 sogar die hochqualitativen englischen Colings- und später Heiseröl-Patentachsen. 1849 heiratete Josef Heiser, der auch Teilhaber der Gewehrfabrik St. Anton war, die Witwe Carl Winters und verbesserte Zusehens die Produktion, wobei sein Schwiegersohn Eduard Ritter von Raab die kaufmännische Leitung übernahm. 1879 wurde das Töpperwerk dem Heiserwerk angegliedert.

Zurück zur Übersicht

 


 Seite weiterempfehlen
 Seite drucken