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Hollenstein an der Ybbs

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Das Logo der Gemeinde Hollenstein an der Ybbs beinhaltet links die Pfarrkirche Hollenstein mit der Vorderansicht eines Hammerwerkes rechts im Bild, Fichtenbäumen und gelagerte Holzstämme im Vordergrund.

Einwohner: 1.738 (Stand 2011)
Fläche: 126,42 km²
Seehöhe: 485
Bürgermeisterin: Manuela Zebenholzer
Web: www.hollenstein-ybbs.gv.at
Telefon: +43 (0)7445 2180

Verbindung zur Eisenstraße: Die enge Verknüpfung der Geschichte Hollensteins mit der Eisenbearbeitung begann wahrscheinlich schon mit den Kelten, die dieses Gebiet zuerst besiedelten. Das erste sichere Zeugnis für eine ortsansässige Eisenindustrie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es ist anzunehmen, dass Hollenstein an der Ybbs aufgrund seiner geografischen Lage einer der ersten und somit wichtigsten Orte im Ybbstal war, wo sich die Eisenindustrie ansiedelte. Schon 1316 waren sechs Zerrennhammerwerke in Hollenstein genannt.

Die Eisenstraße in Niederösterreich verlief, vom Erzberg kommend, über den Mendlingpass nach Lassing und dann über die Bromau in das ehemalige Loibautal. Als im 14. Jahrhundert die Zahl der Hammerwerke am Loibaubach stark zunahm, erhielt es den heutigen Namen Hammerbachtal. In Hollenstein kreuzte sich der Weg mit einer zweiten möglichen Verbindung nach Eisenerz, der Straße aus dem Ennstal (Weyer) ins Ybbstal. Die Fuhrwerke, die diese Straßen befuhren, lieferten Lebensmittel zum Erzberg. Bei der Rückfahrt waren sie mit etwa 1.200 Kilogramm Rauheisen für die Hammerwerke oder mit Provianteisen (beim Schmelzprozess anfallendes Abfalleisen) für die einfachen „Zerrennhämmer“ beladen. Eine erste Entlastung des Transportsystems von Eisen und Holz brachte die Flößerei auf der Enns und ab Mitte des 18. Jahrhunderts auf der Ybbs, die wesentlich mehr Ladegut aufnehmen konnten. Mehr als 100 Jahre später war es die Ybbstalbahn, die den Holztransport wesentlich vereinfachte.

Im 16. Jahrhundert standen dreizehn Großzerrennhämmern im oberen Ybbstal, wo sich deren Meister und Arbeiter zu einer eigenen Zunft zusammenschlossen. Die Vertreter der Zunft trafen sich einmal im Jahr in Hollenstein, woran das Zunftzeichen beim Gasthaus Osterberger heute noch erinnert. Als die wirtschaftliche Bedeutung der gewerblichen Kleineisenindustrie im Verlauf des 19. Jahrhunderts abnahm, war das ein großer Verlust für die Holleinsteiner Bevölkerung, die direkt davon lebte. Einige der Hämmer wurden zwar noch Zeugschmieden, ehe sie ganz aufgegeben wurden. 1873 waren in Hollenstein nur mehr vier Werke im Betrieb: Hammerwerk Kalchau, Wentsteinhammer, Treffenguthammer und Pfannenhammer, der als letzter Betrieb 1941 die Erzeugung von Schaufeln, Piloten und Schlachtnägel einstellte.

Hollenstein beschloss bereits 1988, als einer der ersten Gemeinden, die Mitgliedschaft in der heutigen Eisenstraße Niederösterreich. Gemeinsam mit dem Verein und Fördergebern errichtete man den Sagenweg, revitalisierte den Wentstein- und Treffenguthammer und baute die kulturtouristische Initiativen Webereimuseum, Zwergenschmiede und die Dreiklangskulptur am Tanzboden auf der Voralpe, als sichtbares Verbindungszeichen der gesamten Österreichischen Eisenstraße, auf.

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