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Opponitz

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Blasonierung: „Über grünem Dreiberg gespalten, vorne in Blau ein silbernes Wasserrad, hinten in Silber ein auf dem Dreiberg stehender, aufgerichteter roter Wolf.“

Einwohner: 1.021 (2006)
Fläche: 39,67 km²
Seehöhe: 422 m
Bürgermeister: Johann Lueger
Web: www.opponitz.gv.at
Telefon: +43 (0)7444 7280

Verbindung zur Eisenstraße: In Opponitz standen einst folgende Hammerwerke: der „Hammer am Erla“, der „Hammer am Grüble“, der „Fuchsenhammer“ oder auch „die Bayermühl“ genannt, die „Oismühl“ und der bereits beschriebene „Hammer am Bach“ – der Pießlinger Hammer. Neben dem Anwesen Pießlinger sind die Wohnhäuser des Hammers am Erla und die Oismühle, wenn auch wesentlich um- und verbaut, noch erhalten.

Die scheinbar erste schriftliche Erwähnung einer Schmiedewerkstätte des „Herrandus in ripa zu Opponitz“ wird 1261 im Passauer Urbar erwähnt. Waren bis Anfang des 16. Jhdts reine Faustschmieden vorhanden, wird 1524 der erste Wasserhammer in Opponitz errichtet. 1598 installiert der Opponitzer Sensenschmiedemeister Peter Schwentenspan, Besitzer des Hammers am Griebl, in seiner Hufschmiede einen Wasserbreithammer und setzt das kurz zuvor in Kirchdorf-Micheldorf entwickelte Verfahren des Konrad Eisvogel zum Breiten des Sensenblattes ein. Somit übernehmen die Opponitzer die technische Führung in der Sensenerzeugung im gesamten Waidhofner Raum. Bernhart und Anna Fyrst (Fürst) erwerben 1620 den bereits bestehenden „Hammer am Bach zu Opponitz“. Ab diesem Zeitpunkt ist die Besitzerfolge urkundlich lückenlos nachweisbar. Während einer mindestens 360 Jahre dauernden Produktion wurden hauptsächlich Sicheln erzeugt, ab 1933 auch geschmiedete Gabeln. Seit 1869 befindet sich der Hammer am Bach im Besitz der Familie Pießlinger, die 1980 die Sichelproduktion einstellte.

Heute präsentiert sich Opponitz als internationale Drehscheibe im Bereich Fliegenfischen. Mit dem Schluchtenwanderweg und der 1. Österreichischen Sensenmähschule besitzt der Ort neben dem Sichelmuseum weitere tolle Ausflugsmöglichkeiten.

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