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Wolfpassing

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Blasonierung: "Unter einem blauen Schildeshaupt in Gold ein abgerissener schwarzer Wolfskopf mit roter Zunge."

Einwohner: 1.332 (2006)
Fläche: 20,31 km²
Seehöhe: 296 m
Bürgermeister: Mag. Friedrich Salzer
Web: www.wolfpassing.gv.at
Telefon: +43 (0)7488 712 00

Verbindung zur Eisenstraße: Die Gemeinde Wolfpassing mit seinen ehemaligen Katastralgemeinden Buch, Etzerstetten, Wolfpassing und Zarnsdorf liegt im Durchzugsbereich des „Eisenstraße-Gebietes“. Die Eisenstraße führte von Wieselburg über Zarnsdorf, Klein-Erlauf nach Wolfpassing und durch den Meierhof hindurch nach Steinakirchen. Diese Straße wurde auch Commercialstraße genannt und führte auch zum Schloss Wolfpassing, dem prägendsten Gebäude im Ort.

Das Schloss Wolfpassing mit seinem Herrschaftsbesitz hat eine wichtige Rolle bei der Lebensmittelversorgung der Betriebe und der Bevölkerung entlang der Eisenstraße gespielt. Die Gasthäuser in Zarnsdorf 22 (ab 1785) und Wolfpassing 25 (ab 1650) dienten als Fuhrwerk-Einkehrgaststätten. In Klein-Erlauf 4 war in der Zeit von 1782 bis 1871 eine kleine Brauerei. Im 18. bzw. 19. Jahrhundert waren im Ort zwei Bäckereien ansässig. Im Zeitraum zwischen 1751 und 1884 gab es in Klein-Erlauf 2, Buch 3, Stetten 1 und Zarnsdorf 20 vereinzelt Schmiedebetriebe.

Die mittelalterliche Veste in Wolfpassing hat im 16. Jahrhundert einen neuzeitlichen Umbau zum Schloss erfahren, das durch den Baumeister Jakob Brandtauer sein heutiges Erscheinungsbild erhielt. Kaiser Franz I. verweilte 1834 selbst im Schloss Wolfpassing. Bis 1848 war es kaiserliche Zentralherrschaft für Wolfpassing, Steinakirchen, Reinsberg, Wang und Perwarth. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges fand ein Pferdegestüt Platz um bis 1928 als landwirtschaftlicher Betrieb erfolgreich genutzt zu werden. Danach entstand durch Bau die Molkerei mit der Bundes-Lehr und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft um nach deren Schließung als Internat und Schule zu bestehen. Derzeit findet sich kein dauerhafter Mieter, sodass es für Veranstaltungen und Ausstellungen öfters genutzt wird.

Von Hermann Hinterberger

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