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Geschichte der Woche

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Waidhofens Tiroler

Themenbereich: Ortsgeschichte

Kurzbeschreibung: Erinnerungen an Fleischhauer und Gstwirt Alfons Weber

In den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts kam er als junger Bursch aus dem Tiroler Außerfern, genau aus Reutte, in unsere Stadt. Sein Ziel war, das Fleischhauergewerbe zu erlernen. Was ihm hervorragend gelang und so gut, dass er in Waidhofen blieb - bis zu seinem Tode 1984, der Weber Alfons. Waidhofens Tiroler ist er für mich deshalb, weil er, im Herzen schon längst ein Unsriger, aber nie die tirolerische Klangfarbe seiner Sprache verlor, bis zuletzt. Beim damaligen Fleischermeister Ferdinand Winterer, mit den Pöchhackern zusammen die Prominenz ihres Berufsstandes in unserer Stadt, erlernte er das Gewerbe. Später verpachtete Winterer, übrigens der Großvater von Dipl.Ing. Dr. Heinz Winterer, dem Weber Alfons den Betrieb, der damals am Unteren Stadtplatz, Haus Nr. 12 (Hatzmann Hörakustik) situiert war. Weber hat später den Betrieb erworben, übersiedelte auf den Freisinger Berg, baute dort das stattliche Haus (heute Spar), wo er einen für damalige Zeiten hochmodernen Betrieb errichtete. Dazu erwarb er noch vor dem Zweiten Weltkrieg von der Familie Melzer den Gastof "Zum Goldenen Stern" (Pelzgeschäft Holubovsky), der unter seiner Hand talauf und talab hohes Ansehen erwarb und des Alfons "Würscht" waren allzeit auch nicht von Pappe. Gemeinsam mit seiner Mitzi, geborene Duschlbauer, aus dem steirischen St. Gallen hat er das alles bewältigt, mit eingeschlossen seine fröhliche und großzügige Lebens- und Wesensart. Was haben wir oft gelacht im "Goldenen Stern" mit dem Alfons bei Kartenspiel oder Jägerlatein. Und großzügig war er auch, ob für die Kirchenfenster der Stadtpfarrkirche oder die Ausrichtung der Waidhofner Gasslfahrten im Alpenstadion. Für Waidhofen hatte er immer eine offene Hand. Was ihn aber, zumindest in meiner Erinnerung, wetvoll machte, war seine integrative Art, wie er auf jeden von uns zuging, gleich welchen Standes. Jetzt, wo im Weberhaus beim Funke umgebaut wird, mächtig als obs der Alfons selber noch machte, hab ich mich seiner noch einmal oder wieder einmal gerne erinnert denn Alfons und Mitzi sind uns schon vorausgegangen und ihre beiden Töchter Marlies und Roswitha, meine Jugendfreundinnen leben in Zürich und Nettingsdorf, so sind uns die Webers entschwunden, schade, doch immer einer Erinnerung wert meint der Alte Stummer

Eingesandt von Friedrich Stummer, Waidhofen.

 


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