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Geschichte der Woche

Ansprechpartner: Stefan Hackl


Korn anbauen

Themenbereich: Wirtschafts-/Sozialgeschichte

Kurzbeschreibung: Lunz, In dieser Geschichte werden die Arbeitsschritte zum Anbau des Brandkornes beschrieben.

Lunz, „Einige Male habe ich es auch erlebt und mitgeholfen wie am Holzschlag Korn angebaut worden ist. Die erste Arbeit war, dass man Brand anglaubt. Diese Arbeit bestand darin, dass sämtliches Geäst aufgelockert und auf der beabsichtigten Fläche gleichmäßig verteilt wurde. Wobei darauf geachtet werden musste, dass die Äste quer zum Hang beziehungsweise in einer Richtung lagen. Nachdem dieses Geäst gut getrocknet war, zündete man auf der ganzen Länge an dem oberen Ende das Feuer an. Mehrere Personen waren damit beschäftigt mit den Brennhaken – das sind Haken mit einer drei bis vier Meter langen Stange – das brennende Geäst weiterzuziehen. Dabei war zu beachten, dass nichts Angekohltes liegen blieb. Nach einer guten Abkühlung streute man den Samen und mit der Haue brachte man diesen Samen in den Boden. Danach hatte man, außer einer Einzäunung gegen das Weidevieh, bis zur Ernte im nächsten Jahr keine Arbeit mehr. Nach der Reife des Kornes wurde es mit der Sichel geschnitten, die Gaben zu einer befahrbaren Stelle getragen und auf eine sonnige Wiese in der Nähe des Hofes geführt und geschöbert. Das Korn zeichnete sich besonders durch großkörnige, unkrautfreie Samen aus und wurde in weiterer Folge gerne als Samenkorn verwendet.“

Eingesandt von Engelbert Grasberger.

 


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