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Kurzbeschreibung: Puchenstuben - Lebenslauf - Manfred Buder

„Ich heiße Manfred Buder, bin in Puchenstuben in die Schule gegangen, und zwar habe ich keinen recht weiten Schulweg gehabt, sondern nur 30 m und bin 4 Jahre in die Volksschule gegangen, 4 Klassen Volksschule und dann bin ich nach Krems ins Internat. 4 Klassen Hauptschule und dann drei Jahre nach Salzburg, in die Sägeschule Kuchl. Nach der Sägeschule Kuchl habe ein Jahr in Schweden Praxis gemacht, und dann anschließend 7 Monate Bundesheer. Ich habe mich für 12 Monate verpflichtet, und bin aber dann nach 7 Monaten ausgetreten. Mein Vater hat ein Sägewerk in Puchenstuben gehabt, und da bin ich dann eingetreten nach dem Bundesheer und war auf der Säge beschäftigt. Wir haben ein Lastauto gehabt und einen Unimog, da habe ich dann den Führerschein gemacht und dann habe ich die Fuhrwerkskonzession gemacht, und habe dann im 64er Jahr selber ein Fuhrwerksunternehmen aufgemacht. Bin dann von 1964 bis 1968 selber mit dem Fuhrwerk gefahren. 1968 habe ich das Fuhrwerk abgemeldet und bin dann drei Jahre bei der Agrarverwaltung in Scheibbs als Chauffeur gefahren, bei der Firma Mitterhofer. Die Firma Mitterhofer hat in der Zeit wo ich dort war, drei oder vier Fernzüge gekauft und jedes Mal wenn er einen Chauffeur hinausgeschmissen hat, habe ich einspringen müssen. Das ist mir mit der Zeit zu blöd geworden und dann habe ich mir in Scheibbs Arbeit gesucht. In dieser Zeit hat schon die Firma Sowitsch eine Fabrik übernommen und dort habe ich dann anfangen können und bin von 75 bis 1998 dann in die Pension gegangen. Ich war verheiratet, habe drei Söhne. Einer hat den Baumeister gemacht, einer hat Optiker gelernt und einer ist ins Gymnasium gegangen in Göttweig und hat dann in Wien beim Arbeitsamt angefangen, jetzt AMS. Meine Frau war Schuldirektorin, sie ist vorzeitig gestorben. Kurz vor meiner Pension habe ich mir ein Haus gekauft in Puchenstuben, wo ich jetzt wohne.“ „Meine Familie, mein Großvater, der stammt von einem Bauern ab, dem hat früher die Weidegenossenschaft in Puchenstuben gehört. Dann hat er die Weidegenossenschaft, wo auch das Sägewerk dabei war, verkauft und hat sich in Puchenstuben ein Sägewerk gebaut und eine Villa errichtet, wo der dann gewohnt hat. Er war ein ganz begeisterter Jäger, hat eine große Jagd gehabt, praktisch Puchenstuben und ich glaube den ganzen Schlagerboden. Er hat dann ein paar Jäger angestellt gehabt… es dürfte auch ein Wilderer dabei gewesen sein, weil soviel geschossen worden ist… und dann hat´s es halbwegs getan. Der Großvater ist nach dem Krieg, im 51er Jahr gestorben. Das Sägewerk hat dann mein Bruder übernommen, eine Zeit lang, und dann ist das auch geschlossen worden. Die kleinen Betriebe haben alle dann zusperren müssen. Es sind nur mehr ein paar Großbetriebe entstanden, wie Lagerhaus Purgstall, und in Gaming, jetzt gibt es nur mehr das große Sägewerk in Ybbs draußen. Es ist halt so gegangen, wie bei den Mühlen, so haben sie halt auch so reduziert, dass nur ein paar übergeblieben sind. Was Vereine betrifft, war ich auch bei jedem Verein, wie es sich gehört für so einen kleinen Ort,… wo man dann nicht weiß, wo man zuerst sein soll. Aber das hat sich dann auch immer halbwegs gut einteilen lassen.“

Eingesandt von Manfred Buder, Puchenstuben.


Geschichte anhören (MP3, 410 kB)

 


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