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Ohne Holz kein Eisen

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es Energieprobleme, die den Verantwortlichen in Wien große Sorgen bereiteten. Durch Raubbau war das Holz, seit Jahrtausenden der wichtigste Energielieferant unserer Gegend, knapp geworden. In der "Waldordnung" von Kaiserin Maria Theresia (1766) wurde deshalb das "Hegen und Pflegen" des Waldes angeordnet. Der Bedarf an Holz stieg durch das Anwachsen der Industrie (in unserem Gebiet vor allem der Eisenverarbeitung) stark an. Man benötigte immer größere Mengen an Brenn-, Grubenholz und Holzkohle für die Eisenverarbeitung. Die Regierung bemühte sich, den Holzpreis niedrig zu halten. Eine Erhöhung des Holzpreises hätte auch eine Erhöhung der Preise für Eisenwaren und damit auch des Kriegsmaterials zur Folge gehabt. Die Dominien (Herrschaftsgüter, Klöster) wurden aufgefordert, in ihren Wäldern Holzschlägerungen zu eröffnen, um den Brennholzbedarf, vor allem den Wiens, zu decken. Die Straßen waren zu schlecht und die Fuhrleute zu teuer, um das Holz mittels Ochsen- oder Pferdegespannen nach Wien zu befördern. So verwendete man das Wasser als Transportmittel.

Verantwortlicher
Christa Bauer
Mail: cbauer@eunet.at

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